Kloster

Das Kloster Maria der Engel liegt inmitten des malerischen Dorfes Appenzell. Umgeben von schützenden Mauern ist es ein Ort der Einfachheit, der Stille und des Gebetes.

Der Geist – Neuer Aufbruch mit Sr. Agatha

Über Jahrhunderte haben Kapuzinerinnen aus der freiwilligen Zurückgezogenheit und Gottverbundenheit heraus gewirkt in der Schule ihres Klosters und in der Bereitschaft, ein offenes Ohr zu haben für die Anliegen der Mitmenschen an der Klosterpforte.

Im Jahre 2008 verliessen die letzten fünf Schwestern den eindrücklichen Ort, der noch heute den Geist ausstrahlt, der über Generationen wach gehalten wurde.

Wer die Klosterkirche und die Klosteranlage betritt, spürt noch die Atmosphäre von gepflegter Stille, Gebet und Anbetung und die Ausstrahlung der einfachen Schönheit.

Seit Mitte 2015 ist das Kloster mit Sr. Agatha im Aufbruch zu neuem geistlichem Leben.

Das Gut

Zur Klosterinfrastruktur gehören das altehrwürdige Kloster mit den Klosteranlagen und die Klosterkirche.

Von den Räumlichkeiten des Klosters und seinen Einrichtungen stehen als Lebensraum zur Verfügung: Einzelzimmer (ehemalige Klosterzellen in ihrer ursprünglichen Ausstattung), der Speisesaal (ehemaliges Refektorium), kleinere Gruppenräume, zwei grössere Gemeinschaftsräume (ehemaliges Noviziat und Kapitelsaal / Besprechungsraum), der Kreuzgang sowie der Garten mit kleinem Meditationsraum (1-2 Personen) und Stationengang.

Die Klosterkirche umfasst den ehemaligen Schwesternchor als Meditations- und Gebetsraum sowie die Kirche selber, die öffentlich genutzt wird.

Die Bausubstanz ist sehr gut erhalten. Die Gebäulichkeiten beeindrucken durch ihre Einfachheit und den klösterlichen Geist. Die Einrichtungen sind einfach und gepflegt, teilweise Jahrhunderte alt. Das Kloster untersteht dem Eidgenössischen Denkmalschutz.

Der Betrieb

Zurzeit werden die Räumlichkeiten des Klosters, die Gartenanlagen und die Klosterkirche durch eine Klosterverwaltung, die Hausgemeinschaft um Sr. Agatha und Freiwillige gepflegt. Dank dieser guten Seelen ist es seit dem Wegzug der letzten Schwestern bisher gelungen, Gut und Geist des ehrwürdigen Ortes mitten im Dorf zu erhalten.

Mit dem Einverständnis und dank der Unterstützung des Kirchenrektors sowie mit Leuten aus der Bevölkerung finden jeden Freitag eine Eucharistiefeier, anschliessende ganztägige eucharistische Anbetung, eine Segensandacht, dann ein Wochendank mit Bibelgespräch, Rosenkranz und Beichtgelegenheit / Seelsorgegespräch statt. Zudem gibt es kirchenjahrspezifische Feiern wie Maiandachten oder Rorate und vereinzelt auch Trauungen oder Taufen.

Das Haus steht Stille Suchenden (einzeln oder in Gruppen) für Tage der Stille, Besinnungstage, Zeiten der Einkehr, Auszeiten oder Tagungen mit eigenem Programm und Jakobspilgern zur Übernachtung offen. Durch die Anwesenheit von Sr. Agatha gibt es die Möglichkeit, als Gast eine heilsame Auszeit mit geistlicher Begleitung oder Hagiotherapie im Kloster zu erleben.

Die Räumlichkeiten werden entsprechend Stiftungszweck, Selbstverständnis und Leitgedanke vor allem für Veranstaltungen aus kirchlichen Bereichen genutzt.

Bei Führungen durch die Klosteranlage können interessierte Besucherinnen und Besucher einen Blick hinter die Klostermauern werfen und einen Eindruck davon bekommen, wie und wo die Kapuzinerinnen in der Abgeschiedenheit der Klausur ihre geistliche Berufung gelebt haben.

An der Klosterpforte werden gesegnete Kerzen, Trauer- und Messbundkarten und Kräuterprodukte aus dem Klostergarten und der Umgebung angeboten.